Es gibt keinen weltweit einheitlichen Standard für die Antirutschklasse von Antirutschbändern, und derzeit sind zwei gängige Klassifizierungsmethoden auf dem Markt verbreitet: das europäische System und das amerikanische System.
Europäisches System: DIN 51130-Norm (R-Klasse)
Dies ist derzeit der gängigste Standard für Rutschfestigkeitsklassen auf dem heimischen Markt. Die Rutschfestigkeit wird anhand der R-Werte (R9–R13) bewertet, wobei höhere Werte eine stärkere Rutschfestigkeit anzeigen.
•R9- R10 Geeignet für trockene Innenräume mit geringer Rutschgefahr , wie z. B. Büros, Geschäfte usw.
•R11 Geeignet für Bereiche mit mäßiger Rutschgefahr , die mit Wasser und Öl in Berührung kommen können. Zum Beispiel Fabrikhallen, Küchen usw.
•R12 Geeignet für Bereiche mit erhöhter Rutschgefahr . Das Klebeband, üblicherweise in den Warnfarben Schwarz/Gelb, hat die Rutschfestigkeitsklasse R12.
•R13 Höchste Rutschfestigkeitsklasse , geeignet für extreme Umgebungen mit extrem hoher Rutschgefahr. Beispiele hierfür sind Hänge, Bereiche um schwere Maschinen und stark ölverschmutzte Gebiete.
Produkte, die dieser Norm entsprechen, sind in der Regel deutlich gekennzeichnet, z. B. mit „Rutschhemmklasse R13, entspricht EN 13552“ oder „Hergestellt nach DIN 51130 Rutschhemmung (R-Gruppe) R13-Norm“.
Amerikanisches System: NFSI und Reibungskoeffizient (COF)
Das Zertifizierungssystem des National Floor Safety Institute (NFSI) in den Vereinigten Staaten ist eine weitere wichtige Referenz. Der zentrale Indikator ist der statische Reibungskoeffizient (SCOF) unter nassen Bedingungen.
• Hoher Antirutschstandard : NFSI definiert SCOF ≥ 0,60 als den Standard für " Hohe Traktion ".
• Tatsächlicher Effekt : Laut einer Studie des NFSI können Fußböden, die diesem Standard entsprechen, die Rutschunfälle in feuchten Umgebungen um 50 bis 90 % reduzieren.
Anwendungsszenario-Aufteilung
Die Auswahl und Anwendung von Klebebändern richtet sich nach Verschleißfestigkeit und Rutschfestigkeit:
• Industrielle und anspruchsvolle Umgebungen (R12-R13/Schwermineralsand)
Wird verwendet für Pedale in Fabrikmontagelinien, Be- und Entladerampen in Lagerhallen, Gabelstaplerzufahrten, Leitern in Stahlkonstruktionen, Schiffsdecks usw. Bei solchen Szenarien kommt es zu Ölflecken, Eisenspänen oder starker Zerkleinerung, weshalb ein dickes Substrat und großkörniges Aluminiumoxidband erforderlich sind, oft in Kombination mit schwarzen und gelben Warnstreifen.
• Gewerbliche und öffentliche Orte (R10-R11/Mittlerer bis hoher COF)
Geeignet für Treppen in Einkaufszentren, Krankenhausflure, Schulwege, Hotelbäder und Tiefgaragenrampen. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis von Gehkomfort und Sicherheit. Wählen Sie wasser- und schimmelresistente Modelle für nasse und rutschige Bereiche und fluoreszierende/reflektierende Leitsysteme für die Notfall-Evakuierung in dunklen Bereichen.
• Heim- und hautfreundliche Szenen (ohne PEVA-Sand oder Feinsand)
Geeignet für Duschböden, Badewannenränder, Holztreppenstufen und Balkone. Beim Barfußlaufen sollten grobe Partikel vermieden werden, da diese unangenehm sein können. Weiche PEVA-Sandbänder oder feine Quarzsandbänder sind hierfür besser geeignet. Sie sollten ungiftig, schimmelresistent und rückstandsfrei entfernbar sein.
• Transport und Spezialausrüstung
Sie werden für Autopedale, Kranleitern und Fitnessgeräte (Laufbänder/Skateboards) verwendet. Die meisten bestehen aus flexiblen Aluminiumfolien, die auf gekrümmten Oberflächen haften und bestimmten Temperaturschwankungen standhalten müssen.
Beim Kauf empfiehlt es sich, zunächst den Untergrund zu berücksichtigen: PVC + Mineralsand für Außenbereiche/Schwerindustrie, Aluminiumfolienbasis für unebene Oberflächen und PEVA-Sand ohne Beschichtung für barfuß begehbare Bereiche. Vor dem Bau muss sichergestellt werden, dass der Untergrund ölfrei und trocken ist. Gegebenenfalls ist eine Grundierung aufzutragen, um ein Verziehen der Kanten zu verhindern.
Die Lebensdauer der meisten hochwertigen Antirutschbänder beträgt je nach Fußgängeraufkommen, Umgebungsbedingungen und Wartung ein bis fünf Jahre.